8. März 2014: Burg Kreuzenstein – Laa an der Thaya

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Nachdem ich Ende Dezember beim Versuch erstmalig die Burg Kreuzenstein in der Nähe von Wien zu besuchen auf der Wiener Außenringschnellstraße gelandet war, wolle ich heute gegen 15 Uhr 30 bei bestem Bikerwetter die Gelegenheit erneut wahrnehmen und mir die gewaltigen Burgmauern aus der Nähe ansehen. Diesmal hatte ich mein bewährtes Navi bei mir, welches mich auch ohne Probleme zum Parkplatz am Fuße der Anlage leitete.

Eine Tafel zeigt die Ausmaße der Festung, die im Jahre 1645 von den Schweden besetzt und bei deren Rückzug so wie viele andere Burgen der Gegend in die Luft gesprengt wurde. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie auf den noch bestehenden Mauerresten wieder aufgebaut und mit der umfangreichen Kunst- und Waffensammlung des Besitzers ausgestattet. Hier eine Luftaufnahme der gesamten Anlage:

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Ein kurzer Weg führt vom Parkplatz zum Burgtor, vor dem sich eine Weinschenke mit Besucherterrasse befindet, von der man einem großartigen Blick ins Donautal und den oberen Wienerwald werfen kann. Der Bergfried der Ruine Greifenstein bei Klosterneuburg ragt  beeindruckend aus dem Wald hoch und man erhält einen guten Eindruck von der strategischen Bedeutung und der notwendigen militärischen Sicherung der Donaupassage im Mittelalter.

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Im tiefen Burggraben befand sich ein nachgebauter Rammbock, der mit Sicherheit nichts gegen die dicken Mauern ausgerichtet hätte.

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Die Burg wird heute unter anderem als Adlerstation genutzt. Als ich mich der Station näherte, ertönte mehrstimmiges, jämmerliches und wolfsähnliches Gejaule, das mir durch Mark und Bein ging. Kurz danach war es vorbei, und ich entdeckte zwei Hundeschnauzen samt dahinterliegenden Augenpaaren, die völlig auf den Boden gepresst versuchten, einen Blick auf den Eindringling in ihr Revier zu erhaschen.

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Nach einem kurzen Besuch bei der Burg fuhr ich weiter Richtung Laa an der Thaya, einer Grenzstadt zu Tschechien, und querte bei einer sich langsam senkenden, immer rötlicher werdenden Sonne den Naturpark Looser Berge mit herrlichen Weitsichten und schönen Motorradkurven. In Laa hielt ich vor dem großen Stadthaus an, das gerade einmal vor 115 Jahren anlässlich des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs errichtet worden war. Lange ist das nicht her, aber was hat sich seither alles verändert!

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Ursprünglich hatte ich mich mit dem Gedanken getragen über Dürnkrut und Jedenspeigen, dem Ort der zweitgrößten Ritterschlacht des Mittelalters (nach Hastings), welche am 26. August 1278 zwischen den Truppen Ottokars von Böhmen und Rudolfs von Habsburg um das Erbe der Babenberger ausgetragen wurde, und weiter entlang der March und der slowakischen Grenze nach Wien zurückzufahren, aber die vorgerückte Zeit erlaubte das leider nicht mehr. Also fuhr ich den gleichen Weg, den ich genommen hatte, zurück und erreichte nach einem Tankstopp an der A22 nach knappen 150 Kilometern gegen 18 Uhr 40 meinen Ausgangspunkt. Da die Straßen bis auf eine einzige Stelle komplett schotterfrei waren, denke ich, dass ich diese Marchfeldtour in Kürze nachholen werde.

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