30. März 2014: Wechsel – Joglland – Teichalm

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An diesem herrlich warmen Sonntag Nachmittag machte ich mich um 12 Uhr 30 auf den Weg Richtung Semmering, um bei Gloggnitz in das Wechselgebiet und das daran anschließende steirische Joglland zu fahren. Kurz nach dem Seebensteiner Autobahnkreuz fuhr ich in Natschbach an die Tankstelle, denn ich wollte sicherstellen, dass ich für den Rest des Tages genügend Sprit im Tank hatte, denn gegen Abend in einer verlassenen Waldgegend im Nirgendwo zu stranden war nicht in meinem Sinn.

Der Schneeberg machte seinem Namen alle Ehre und strahlte mit der Sonne um die Wette.

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Bei Gloggnitz fuhr ich von der S6 ab, rollte durch Enzenreith auf die Kranichbergstraße und der Kurventanz meiner NC konnte beginnen. Ein wahres Bikerparadies voll mit schmalen, kurvigen Straßen (allesamt von Rollsplitt befreit), einsame Waldgebiete mit herrlichen Weitsichten und praktisch kein Gegenverkehr erwartete mich. Und das sollte mich bis auf die Strecke zwischen Aspang-Markt und Rohrbach an der Lafnitz für den Rest des Nachmittags begleiten…

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Nach einigen Serpentinen, die meine NC mit Bravour meisterte, tauchte eine mittelhohe Steinmauer auf, durch deren schmales Tor die Straße auf eine Vorburg führte, über der sich die der wuchtige Turm der Burg Kranichberg erhob.

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Die geschwungene Straße führte nun über den Ramssattel und etliche Serpentinen nach Kirchberg am Wechsel, welches in idyllischer Tallage am Zusammenfluss des Otterbachs und der Feistritz liegt.

SAMSUNG CAMERA PICTURES SAMSUNG CAMERA PICTURESÜber St. Corona am Wechsel und Aspang-Markt führte die Route auf die Wechselbundesstraße, die sich einer halben Autobahn gleich nach Mönichkirchen und weiter nach Rohrbach an der Lafnitz wand. Nach den herrlichen Kurven und schmalen Nebenstraßen kam dies wie eine kalte Dusche, und ich war froh, von diesem schrecklichen Betonband abfahren zu können. Aber ich konnte das Bikererlebnis von vorhin gleich wieder aufnehmen, denn was jetzt folgte, war ein Hochgenuss an Kurventanz auf guten, sich an Bächen und Waldhängen entlangschlängelnden Straßen. Nach kurzer Zeit erreichte ich Vorau, dessen Chorherrenstift seit Jahrhunderten stolz auf das schöne Joglland blickt.

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Birkfeld überraschte mich mit seiner exponierten Höhenlage. Der runde Turm der barocken Kirche war schon von weitem zu sehen, und der kleine Marktplatz erschien mir bei der Durchfahrt recht idyllisch zu sein. Ich hielt mich allerdings nicht weiter im Ort auf, sondern fuhr weiter Richtung Teichalm, denn ich wolle schon seit einer gefühlten Ewigkeit diese Gegend auf dem Bike erkunden, nachdem mir etliche Zweirad-enthusiasten mit Begeisterung davon erzählt hatten. Um es kurz zu fassen, sie hatten alle recht. Was sich mir hier erschloss, war ein Stück Bikertraum, der jedem zu empfehlen ist. Wer abgelegene Straßen in schmalen Tälern umgeben von steilen Abhängen und großartigen Fernsichten sucht, wird hier fündig. Seht selbst!

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Ich beschloss nicht direkt zur Teichalm zu fahren, sondern vorher die Südschleife über St. Kathrein am Offenegg und Passail zu erkunden. Die steilen Abhänge bei Fladnitz boten Hängegleitern ideale Aufwinde, denn es zogen etliche über mir große Kreise am Himmel. Als ich mich der Teichalm näherte, wurde die Landschaft deutlich karger; die Bauern der Gegend hatten im Laufe der letzten Jahrhunderte große Teile des ursprünglichen Waldes abgeholzt, um Weiden für ihre Rinder zu schaffen.

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Dass der Winter vor noch nicht allzulanger Zeit die Teichalm fest im Griff gehabt haben musste, verdeutlichte dieses Hinweisschild.

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Was sich allerdings danach an tatsächlichen Schneeverwehungen ergab, sieht man hier:

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Der Teichalmsee lag friedlich im Sonnenlicht am Fuße der Schilifte. Etliche Wanderer aus dem Großraum Graz nutzten die Frühlingstemperaturen, um auf 1200 Metern Seehöhe Frischluft und Energie für die kommende Woche zu tanken. Das alte Wirtshaus mit seinen Holzaufbauten lud zum Einkehren ein, doch ich wollte die Zeit nutzen und die verbleibende Strecke vor Einbruch der Dunkelheit zu Ende fahren.

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Über Am Straßegg, Gasen und Haslau fuhr ich die Runde nach Birkfeld zu Ende, um danach die Feistritz entlang in Peter Roseggers Waldheimat und nach Ratten zu gelangen. Zwischendurch fand sich dieser kleine Wasserfall direkt neben der Straße.

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In Rettenegg hatte ich die Wahl über den Pfaffensattel nach Steinhaus am Semmering oder den Feistritzsattel nach Gloggnitz zu fahren. Ich entschied mich für ersteren, denn auf der Karte waren auf dieser Strecke die spannenderen Kurven eingezeichnet gewesen. Es dauerte nicht lange, da tauchte ein passendes Verkehrszeichen auf: 20% Steigung auf den nächsten 4,5 Kilometern! Na, das nannte ich eine Ansage! Los gings ab jetzt ständig bergauf durch enge Kurven und Kehren, entlang an steilen, unbefestigten Abhängen mit dichtem Baumbestand. Kein einziges Fahrzeug war zu sehen, allein zwei Rehe fühlten sich durch die Annäherung der NC in ihrer Beschaulichkeit gestört.

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Auf dem Scheitelpunkt der Strecke auf 1368 Metern Seehöhe stand erneut ein Verkehrszeichen, diesmal mit umgekehrten Angaben: 20% Gefälle auf den nächsten 4,5 Kilometern. Der durch Winterschäden aufgerissene und abschnittsweise höchst notdürftig geflickte Asphalt verhinderten eine allzurasche Abfahrt bis Steinhaus. Die Kehren und Kurven waren allerdings wie schon bei der Auffahrt wunderbar.

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Von Steinhaus fuhr ich auf die Semmering Schnellstraße, die S6, und danach auf direktem Weg auf der A2 nach Wien, wo ich gegen 18 Uhr 30 nach 400 intensiven Kilometern ankam. Für eine Nachmittagstour eignet sich diese Strecke nur dann, wenn man bereit ist, praktisch die gesamte Zeit im Sattel zu sitzen. Ich werde demnächst mal über den Feistritzsattel ins Joglland fahren und dort einen ganzen Tag gemächlich Kurven und Aussichten genießen. Diese herrliche Gegend sieht den Lone Wolf Biker garantiert wieder!

30-03-14 - Wechsel - Joglland - Teichalm Höhenprofil

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27. März 2014: Tour ins Waldviertel

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Ich hatte mir heute freigenommen, um Überstunden abzubauen, die ich andernfalls zum Ende des Monats verloren hätte. Das Wetter der letzten Tage hatte sich deutlich gebessert, und so lag der Gedanke an eine Ausfahrt nahe. Meine Eltern waren seit einigen Tagen wieder in ihrem Haus im Oberen Waldviertel, und da mein Vater einige für ihn wichtige Kleinigkeiten in ihrem Winterdomizil in Wien versehentlich zurückgelassen hatte, beschloss ich sie ihm zu bringen. Das würde mir auch die Gelegenheit geben, festzustellen, ob die Nebenstraßen in dieser herrlichen Bikerregion schon einigermaßen schotterfrei wären.

Ich machte mich gegen 10 Uhr auf den Weg, fuhr zuerst die A22 und dann die S5 Richtung Krems und bog danach nach Grafenwörth zum Schloß Grafenegg ab, das in den letzten Jahren zu einem beachtlichen Kulturzentrum ausgebaut worden war. Es war dies mein erster Besuch überhaupt, obwohl ich bereits so viele Male in der Nähe vorbeigefahren war. Das Schloß liegt in seiner malerischen Pracht in einem weitläufigen Park mit diversen alten Nebengebäuden, darunter eine Reitschule, und neuarchitektonischen Auditorien, welche zusammen ein interessantes Gesamtensemble ergeben. Hier einige Eindrücke:

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Der Frühling hatte Einzug gehalten, und die in voller Blütenpracht stehenden Ostbäume sahen einfach herrlich aus.

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Nach kurzem Spaziergang, bei dem mir ein freundlicher kleiner Junge von etwa zwei Jahren, der mit seinem Großvater im Park unterwegs war, unbedingt einen Löwenzahn schenken wollte und dafür mit einer Runde Hochheben belohnt wurde, was er sichtlich genoss, ging es wieder zurück zum Parkplatz. Zwischen diversen Bauten fand sich ein Beispiel des opulenten katholischen Erbes der Barockzeit in Österreich.

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Über Krems und das Kremstal führte die Strecke weiter nach Senftenberg, wo ich endlich einmal die Ruine fotografieren konnte.

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Die alte Hochburg wurde im Jahre 1645 von schwedischen Truppen unter General Torstenson erobert und niedergebrannt, sie wurde nie wieder aufgebaut.

Das sechs Kilometer lange Waldstück vom Kremstal hoch nach Gföhl wurde mit viel Freude in Angriff genommen, denn die Straße war schotterfrei, und so konnte ich mich besser an die optimale Schief- und Straßenlage nach einer zum Glück nur kurzen Winterpause herantasten. Von diesem Abschnitt gibt es keine Fotos, denn ich wollte den eleganten Fluss der Fahrt nicht unnötig unterbrechen – Biker werden das sicherlich nachvollziehen können!

Über Jaidhof führte die Streck nach Krumau am Kamp und dann weiter die Kamptalstauseen entlang. Die Bäume waren noch nicht belaubt, und so bot sich ein guter Blick auf die diversen Burgen, Schlösser und Ruinen, die diese alte Handelsroute säumten. In den Serpentinen nach Krumau fand sich einiges an Schotter, Achtsamkeit in den Kurven war angesagt.

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Weiter ging es zum Dobrastausee, in dem die gleichnamige Ruine auf einer Halbinsel die noch laublosen Bäume überragt. Hier einige Eindrücke der Landschaft, die von den drei in den 1950-ern erbauten Staumauern und -seen geprägt wird:

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Ein kleiner Eindruck des Zustandes der Nebenstraßen im Oberen Waldviertel Ende März…

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Der Stausee samt Ruine, die bewaldeten Hänge und die kurvige Straße waren mit Eindrücken meiner Solofahrt durch die schottischen Highlands im Juli letzten Jahres durchaus zu vergleichen.

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Nach einigen weiteren Kilometern kurviger Straße, auf der ich auf dem halben Meter zwischen Schotterbankett und durchgehender Schotterspur navigierte, erreichte ich die Staumauer des Kraftwerks Ottenstein.

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Auf einem exponierten Felsvorsprung rechts davon steht die bestens erhaltene Burg Ottenstein.

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Die Straße führte nun eine Anhöhe hinauf und querte etwas später den Stausee auf einer Brücke, von der aus man einen großartigen Blick auf die Ruine Lichtenfels werfen konnte. Auf einem kleinen Parkplatz unmittelbar vor der Brücke hielt ich an, um einige Aufnahmen zu machen.

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Nun wurde es langsam Zeit nach Bad Großpertholz zu kommen. Kurz vor Zwettl konnte man aus der Ferne den Kirchturm des gleichnamigen Stifts sehen. Plötzlich musste ich anhalten, denn ich erblickte einen Storch, der friedlich neben der Straße über eine Wiese schritt. Ende März hatte ich das in dieser Gegend noch nie gesehen!

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In Zwettl querte ich den alten Marktplatz, und fuhr dann weiter über Jagenbach und die landschaftlich so schöne Nebenstrecke nach Engelstein. Hier war es möglich ein Bild der Burg zu machen, die die meiste Zeit des Jahre durch hohe, belaubte Bäume nahezu komplett verdeckt ist.

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In Mühlbach bog ich nach Seifritz ab, um über Abschlag dem urigen Fassldorf einen Besuch abzustatten. Ich war wohl der einzige Besucher, denn es zeigte sich absolut niemand, obwohl die Türen der riesigen Fässer und der Wirtschaft offen standen.

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Das Fassldorf liegt direkt an der Haltestelle der Waldviertler Schmalspurbahn, die noch in meiner Kindheit täglich von Groß Gerungs nach Gmünd und zurück fuhr. Mittlerweile wurde sie eingestellt und fungiert nur noch als Ausflugsbahn, die bei dampflock-begeisterten Zeitgenossen großen Anklang findet.

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Die Spur’breite‘ der Bahn ist wahrlich ’schmal‘!SAMSUNG CAMERA PICTURES

Hier noch ein Blick auf die typische Landschaft meiner alten Heimat:

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In Bad Großpertholz befindet sich ein Schloß, das mitsamt den dazugehörigen Wäldern in den 1920-ern von der Firma Pfleiderer aus Neumarkt in der Oberpfalz gekauft worden war. Mein fränkischer Großvater war damals als Waldmeister mitgekommen, und hatte bald danach die Tochter des Schlossverwalters geheiratet. Tja, und so kam es dass ich in diesem Ort geboren wurde und hier aufwuchs. Nach dem Studium in Wien und zahleichen Auslandsaufenthalten verschlug es mich im Jahr 2000 nach Berlin und dann im Jahr 2007 eher ungewollt wieder zurück nach Wien. Meine Zeit hier neigt sich dem Ende zu, und ab August kann ich mein Motorradkennzeichen wieder auf ein mit B beginnendes umtauschen!

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Auch im Garten meiner Eltern machte sich der Frühling bemerkbar.

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Nach dem Mittagessen und netten Gesprächen, fuhr ich gegen 16 Uhr wieder los. Zuerst stattete ich dem Naturpark Nordwald Grosspertholz in Scheiben einen Kurzbesuch ab, fuhr weiter über Reichenau nach Rindlberg an Waldrändern vorbei, an denen sich noch vereinzelt größere Schneefelder fanden, und folgte danach der B41 nach Karlstift und der Böhmerwald Bundesstraße nach Langschlag bis Groß Gerungs. Hier bog ich Richtung Arbesbach ab. Der alte ‚Stockzahn des Waldviertels‘, der Rest einer bereits 1480 zerstörten Burg, erhob sich eindrucksvoll auf seinem Granitfelsen.

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Da ich nicht die gesamte Strecke nach Grein an der Donau fahren wollte, sondern wegen der bereits vorgerückten Stunde einen etwas direkteren Weg Richtung Melk und Wien suchte, fuhr ich wieder einmal die einsame und zwischenzeitlich ziemlich mit Schotter bedeckte Route über Bärnkopf nach Martinsberg, von dort auf diversen Kleinstnebenstraßen über Walpersdorf und Thumling (dem Navi sei Dank!) zur Zwettler Bundesstraße nach Pöggstall und folgte dem Weitental mit seinen schönen Kurven und zahlreichen Burgen und Ruinen bis zur Donau. Da ich mittlerweile den Eindruck habe, ich würde haupsächlich von Burg zu Burg fahren, schenkte ich mir weitere Aufnahmen bis auf eine des kürzlich mustergültig renovierten Schlosses Leiben.

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Ich querte die Donau bei Melk und konnte aus meinem rechten Augenwinkel einen roten Feuerball hinter den dunklen Hügeln des Waldviertels untergehen sehen, der von einem durch dichte Wolken hervorgerufenen Strahlenkranz umgeben war.

In Melk betankte ich die NC und freute mich über einen Verbrauch von 3,5 Litern Sprit pro 100 gefahrenen Kilometern. Über die A1 ging es nun rasch nach Wien zurück, wo ich gegen 18 Uhr 50 nach einer Strecke von 385 Kilometern ankam.

27-03-14 Waldvierteltour Höhenprofil

22. März 2014: Bucklige Welt – Geschriebenstein

22-03-14 Bucklige Welt - Geschriebenstein

Heute galt es das schöne Wetter vor dem angekündigten Temperatursturz am Sonntag noch zu genießen und den Nachmittag für eine Ausfahrt zu nutzen. Gegen 14 Uhr 30 machte ich mich auf den Weg Richtung Süden, fuhr auf der A2 nach Wiener Neustadt und von dort nach Lanzenkirchen ins Rosaliengebirge und weiter in die Bucklige Welt. Zum ersten Mal seit dem Verkauf meiner Alten Tante Trophy for einem Jahr vermisste ich sie intensiv, denn die heftigen Windböen aus unterschiedlichen Richtungen, die mich ordentlich durchschüttelten und welche die NC mit Leichtigkeit ein paar Meter versetzten, machten mir zu schaffen. Die Trophy hatte immerhin 100 Kilogramm mehr Gewicht, einen nahezu perfekten Fahrerschutz auch für Biker meiner Größe sowie doppelt soviele PS. Aber da sie auch mehr als doppelt soviel Sprit verbrauchte, war sie bei immer höher werdenden Spritpreisen, Steuern und Wartungskosten, die bei einer alternden Maschine naturgemäß anfallen, für meine Geldbörse leider nicht mehr zu stemmen, was eine Trennung mit Herzschmerz bedeutete.

Die Strecke zwischen Lanzenkirchen und dem Ende des Nestlwalds bei der Abzweigung nach Forchtenstein war ich erst vor einigen Tagen in umgekehrter Richtung gefahren. Die Kurven hatten mir sehr zugesagt, und so wollte ich sie erneut unter die Räder nehmen. An der besagten Kreuzung hielt ich kurz an, um ein paar Fotos dieser hügeligen Landschaft zu machen.

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Über Hochwolkersdorf führte die Route nach Wiesmath, entlang der Strecke, die ich erstmalig mit Joe, Ferdinand und Martin vor zwei Jahren gefahren war. Nach Wiesmath bog ich Richtung Kirchschlag in der Buckligen Welt ab. Das Verkehrsschild „Achtung Kurven“ ließ mein Bikerherz sofort höher schlagen, und ich fuhr die erste Kurve mit Bravour an. Kaum näherte ich mich dem Scheitelpunkt, fiel mein Auge auf die breite Schotterspur, die praktisch den gesamten Kurvenbereich bedeckte. Der Adrenalinschub war gewaltig, aber er bewirkte, dass ich, wenngleich auch mit Mühe und einem eher unwilligen, tanzenden Hinterrad, die Kurve einigermaßen überstand. Die intensive Warnung kam zum richtigen Zeitpunkt und bewirkte, dass ich von da an die NC mit deutlich größerem Respekt vor den möglichen Hinterlassenschaften des Winters vorwärtsbewegte.

In Kirchschlag thronte die große Burgruine, die in ihrer langen Geschichte so häufig umkämpft worden war, auf ihrem Felsen über der Stadt und schien den heranziehenden Frühling mit stoischer Ruhe zu erwarten.

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Von Kirchschlag aus führte die Route durch den Gerisdorfer Wald nach Bernstein im Burgenland, der Stadt des Edelserpentins. Kurz vor dem Ort befand sich ein Parkplatz in exponierter Höhenlage, von dem aus man einen guten Eindruck der hügeligen Landschaft erhalten konnte.

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In Bernstein machte ich einen kurzen Abstecher zur Burg, dem Geburtsort von László Ede Almásy (*1895-1951). Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er durch den Film „Der englische Patient“, der einiges, wenn auch realtiv wenig, mit seiner tatsächlichen Lebensgeschichte zu tun hat. Mehr zu László Ede Almásy gibt es bei Interesse hier nachzulesen: http://www.burgbernstein.at/Laszlo.html.

Die Burg war nach diversen türkischen Belagerungen zu einer Fluchtburg mit gewaltigem Basteienkranz umgebaut worden. Sie befindet sich nach wie vor im Familienbesitz und ist ein Hotel mit dem Anspruch, die Realitäten einer spätmittelalterlichen Burg für Gäste erlebbar zu machen. Ein kleiner Hinweis sei gestattet: Alexander Almásy, der gegenwärtige Burgherr, ist ein begeisterter Biker, der seine Gäste auch mal persönlich bei Touren begleitet. 

Burg BernsteinSAMSUNG CAMERA PICTURESSAMSUNG CAMERA PICTURES

Das nächste Ziel war Burg Schlaining, in der sich seit einigen Jahren das österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung samt dazugehörigem Friedensmuseum befindet. Es hatte dort wohl gerade eine Festivität stattgefunden, denn diverse Damen in weiten Gewändern mit Schärpe und Ordensband sowie eine Art Herold mit großen, aufgesticktem Wappen verließen die Burg zum Zeitpunkt meiner Ankunft. Der ganze Aufzug war absurd anachronistisch, aber das offensichtliche Bedürfnis nach eigener Wichtigkeit und dem Festhalten an elitären, historisierenden Zugehörigkeiten spielt für das Selbstwertgefühl so mancher Mitbürger wohl eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber wer weiß – vielleicht leisten gerade diese Menschen einen besonders wertvollen gesellschaftlichen Beitrag.

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Weiter gings nach Rechnitz zum Geschriebenstein, der wohl beliebtesten Bikerstrecke des Burgenlandes. Trotz guten Wetters kamen mir auf der gesamten Strecke nur drei Motorräder und ein einziges Auto entgegen, ich hatte die herrlichen Kurven für mich alleine! Dabei galt es, dem rechten Handgelenkt die absolut zu beachtende 80 km/h Beschränkung einzuimpfen, denn an Samstagen sind hier ständig Radargeräte im Einsatz, um diverse halbkriminelle Zweiradtiefflieger vor dem Selbstmord zu schützen – und das ist gut so. Die Straßenverwaltung nutzt die Strecke als Testgelände für neue Sturzfänger, von denen einige trotz der jungen Motorradsaison bereits ziemlich ramponiert aussahen. Ich fuhr zwar mit Genuß aber auch entsprechend vorsichtig, denn ich hatte aus naheliegenden Gründen kein Interesse, mich in die Riege dieser verunfallten Kollegen (es sind nun einmal fast ausschließlich männliche Biker) einzureihen – dies auch deshalb, weil letztes Jahr ein mit den Örtlichkeiten vertrauter Groopsfahrer trocken zur Strecke über den Geschriebenstein gemeint hatte: „Jeden Monat ein Toter.“

Da die Bäume noch nicht belaubt waren, konnte man bei der Abfahrt vom Geschriebenstein einen nahezu vogelperspektivischen Blick auf die Burg Lockenhaus werfen.

Lockenhaus

Auf einen Besuch der Burg verzichtete ich, da ich im letzten Jahr bereits mehrfach dort gewesen war.

Mein ursprünglicher Plan hatte vorgesehen von Lockenhaus über Hortischon nach Ungarn zu fahren, dann bei Sopron auf die versteckte Straße nach St. Margareten im Burgenland einzuschwenken und den Neusiedler See entlang nach Donnerskirchen zu rollen, weiters das Leithagebirge diesmal in entgegengesetzter Richtung als vor einer Woche zu queren und über Hof zurück nach Wien zu fahren. Da es aber bereits  auf 17 Uhr zuging und ich noch eine beachtliche Strecke vor mir hatte, die ich, wenn möglich, bei Tageslicht zurücklegen wollte, beschloss ich, die Tour abzukürzen und über die Burgenlandschnellstraße, die A3 und anschließend die A2 nach Wien zurückzufahren. Zum Glück hatten die Windböen nachgelassen, und so kam ich zügig und relativ entspannt voran. Nach dem obligatorischen Stau auf der Triesterstraße erreichte ich nach vier Stunden Dauerfahrt und knappen 290 Kilometern gegen 18 Uhr 30 mein Ziel.

22-03-14 Bucklige Welt - Geschriebenstein Höhenprofil

13. März 2014: Leitha- und Rosaliengebirge

Tour

Ein ganztägiger dienstlicher Außentermin bot mir die Gelegenheit, heute früh Richtung Götzendorf zu fahren und nach Beendigung der Tätigkeit gegen 16 Uhr noch eine kleine Runde auf meiner NC zu drehen. Zuerst querte ich das Leithagebirge auf der schönen und kurvigen Strecke zwischen Hof und Donnerskirchen, bevor ich über Oggau nach Rust zum Strandbad fuhr. Erstmalig konnte ich einen Neusiedler See bewundern, der praktisch frei von Booten war – ein wahrlich seltener Anblick! Die NC verlor sich auf dem leeren Parkplatz in der Abendsonne, deren mildes Licht lange Schatten warf und ein Gefühl von Frieden und Stille vermittelte. Das Schilf des Vorjahres stand hoch neben der Straße und verbarg die kleinen Bootshäuser, die verstreut im breiten Schilfgürtel lagen.   BildBildBild

Nach kurzem Aufenthalt setzte ich die NC wieder in Bewegung und rollte am Römersteinbruch bei St. Margarethen vorbei in den Ort, wo ein notwendiger Tankstopp anstand. Über die Burgenland Schnellstraße ging es weiter an Mattersburg vorbei nach Forchtenstein, da ich gerne die Kurven zur Burg hochfahren und danach etwas Zeit im Rosaliengebirge verbringen wollte, bevor es für diese schöne Waldstrecke zu dunkel wurde. Im Ort selbst fand sich noch so manche Schotterspur auf der Fahrbahn, sodass ich mich kurzfristig mit dem Gedanken trug, die Fahrt abzubrechen und stattdessen über die Schnellstraße und die A3 zurück nach Wien zu fahren. Wie sich zum Glück rasch herausstellte, war dies nur ein lokal begrenztes Problem im Ort selbst, denn danach war auf der restlichen Strecke von Schotter nichts mehr zu sehen.

Die Burg trohnt mit ihren gewaltigen Befestigungsanlagen majestätisch auf ihrem Felsen, und es ist jedesmal beeindruckend sich ihr zu nähern.BildBild

Unmittelbar nach der Burg Forchtenstein führte die kurvenreiche Straße durch das Rosaliengebirge mit seinen kleinen Orten, die in einer abwechslungsreichen Landschaft bestehend aus herrlichem, alten Mischwald samt ihn durchsetzenden kleinen Feldern liegen. Mittlerweile war es 17 Uhr 30 geworden, und die untergehende Sonne bewog mich, bei Wiener Neustadt zurück auf die Südautobahn zu fahren, um vor Einbruch der Dunkelheit nach Wien zu gelangen. Dichter, zähfließender Verkehr vom Altmannsdorfer Ast über die Triester Straße und den Gürtel bedingten einen zusätzlichen Zeitaufwand von 40 Minuten, sodass ich erst gegen 18 Uhr 50 nach insgesamt 190 Tageskilometern zu Hause ankam.

9. März 2014: Spritztour zum Neusiedler See

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Nach einem Kurzbesuch bei den Eltern bis 17 Uhr war es noch hell genug, um eine Spritztour zum Neusiedler See ins Auge zu fassen. Über die A4 fuhr ich zügig bis Neusiedl, dann über die B50 am Leithagebirge entlang, von wo aus ich einerseits einen schönen Blick auf den eher diesigen Neusiedler See werfen konnte und andererseits einen feuerroten Sonnenball hinter dem Gebirgskamm verschwinden sah. Kaum war die Sonne untergegangen, wurde es deutlich kühler, und die Lederjeans, in die ich der Einfachheit halber geschlüpft war, bot praktisch keinen Kälteschutz. Bei Eisenstadt bog ich auf die Burgenland Schnellstraße und danach auf die A3 Richtung Wien ab. Es machte trotz kühler Temperatur und sonntäglichem Rückreiseverkehr große Freude, die NC nicht zu schonen. Auf der A2 meldeten die elektronischen Anzeigen, dass sich bei Mödling ein Unfall ereignet hätte, und vier LKWs der niederösterreichischen Feuerwehr bahnten sich laut heulend mit Blaulicht ihren Weg durch die Rettungsgasse, gefolgt von einem Polizeifahrzeug. Ich nahm bei einem derartigen Aufmarsch schon das Schlimmste an und stellte mich darauf ein, dass in Kürze ein Rettungshubschrauber landen würde, aber als ich an der Unfallstelle vorbeirollte, galt der ganze Aufwand einem Auffahrunfall dreier PKWs, der übersichtliche Blechschäden zur Folge hatte. Die Triester Straße war wie immer um diese Zeit verstopft, und es dauerte gute 20 Minuten, um auf den Gürtel zu gelangen. Gegen 18 Uhr 50 und knappen 150 Kilometern war ich wieder zu Hause angekommen.

8. März 2014: Burg Kreuzenstein – Laa an der Thaya

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Nachdem ich Ende Dezember beim Versuch erstmalig die Burg Kreuzenstein in der Nähe von Wien zu besuchen auf der Wiener Außenringschnellstraße gelandet war, wolle ich heute gegen 15 Uhr 30 bei bestem Bikerwetter die Gelegenheit erneut wahrnehmen und mir die gewaltigen Burgmauern aus der Nähe ansehen. Diesmal hatte ich mein bewährtes Navi bei mir, welches mich auch ohne Probleme zum Parkplatz am Fuße der Anlage leitete.

Eine Tafel zeigt die Ausmaße der Festung, die im Jahre 1645 von den Schweden besetzt und bei deren Rückzug so wie viele andere Burgen der Gegend in die Luft gesprengt wurde. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie auf den noch bestehenden Mauerresten wieder aufgebaut und mit der umfangreichen Kunst- und Waffensammlung des Besitzers ausgestattet. Hier eine Luftaufnahme der gesamten Anlage:

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Ein kurzer Weg führt vom Parkplatz zum Burgtor, vor dem sich eine Weinschenke mit Besucherterrasse befindet, von der man einem großartigen Blick ins Donautal und den oberen Wienerwald werfen kann. Der Bergfried der Ruine Greifenstein bei Klosterneuburg ragt  beeindruckend aus dem Wald hoch und man erhält einen guten Eindruck von der strategischen Bedeutung und der notwendigen militärischen Sicherung der Donaupassage im Mittelalter.

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Im tiefen Burggraben befand sich ein nachgebauter Rammbock, der mit Sicherheit nichts gegen die dicken Mauern ausgerichtet hätte.

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Die Burg wird heute unter anderem als Adlerstation genutzt. Als ich mich der Station näherte, ertönte mehrstimmiges, jämmerliches und wolfsähnliches Gejaule, das mir durch Mark und Bein ging. Kurz danach war es vorbei, und ich entdeckte zwei Hundeschnauzen samt dahinterliegenden Augenpaaren, die völlig auf den Boden gepresst versuchten, einen Blick auf den Eindringling in ihr Revier zu erhaschen.

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Nach einem kurzen Besuch bei der Burg fuhr ich weiter Richtung Laa an der Thaya, einer Grenzstadt zu Tschechien, und querte bei einer sich langsam senkenden, immer rötlicher werdenden Sonne den Naturpark Looser Berge mit herrlichen Weitsichten und schönen Motorradkurven. In Laa hielt ich vor dem großen Stadthaus an, das gerade einmal vor 115 Jahren anlässlich des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs errichtet worden war. Lange ist das nicht her, aber was hat sich seither alles verändert!

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Ursprünglich hatte ich mich mit dem Gedanken getragen über Dürnkrut und Jedenspeigen, dem Ort der zweitgrößten Ritterschlacht des Mittelalters (nach Hastings), welche am 26. August 1278 zwischen den Truppen Ottokars von Böhmen und Rudolfs von Habsburg um das Erbe der Babenberger ausgetragen wurde, und weiter entlang der March und der slowakischen Grenze nach Wien zurückzufahren, aber die vorgerückte Zeit erlaubte das leider nicht mehr. Also fuhr ich den gleichen Weg, den ich genommen hatte, zurück und erreichte nach einem Tankstopp an der A22 nach knappen 150 Kilometern gegen 18 Uhr 40 meinen Ausgangspunkt. Da die Straßen bis auf eine einzige Stelle komplett schotterfrei waren, denke ich, dass ich diese Marchfeldtour in Kürze nachholen werde.

2. März 2014: Exelberg und Autobahn

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Um 16:10 fragte Beate ganz unschuldig, ob ich den Rest des schönen Tages nicht nutzen wollte, um noch etwas Motorrad zu fahren. Ich verfolgte gerade die Ereignisse auf der Krim in diversen online Medien und blockierte dabei das offensichtliche Objekt ihrer Begierde – den Familien PC. Eine derartige und bislang nahezu einmalige Steilvorlage konnte ich mir nicht entgehen lassen, und so saß ich knappe zehn Minuten später auf meiner NC und düste Richtung Exelberg. Nach einem Tankstopp in der Jörgerstraße nahm ich die schönen Kurven energisch in Angriff, fuhr anschließend über Königstetten nach Tulln, querte die Donaubrücke und ließ mich auf der S5 Richtung Krems treiben. Zur Abwechslung rollte ich über die S33 nach St. Pölten und von dort über die Westautobahn bis Schönbrunn und die Felberstraße wieder nach Hause, wo ich etwas unterkühlt nach knappen 150 Kilometern gegen 18:30 ankam. 

Die NC ist ein geniales Motorrad: Sie ist agil und wendig, im Sport Modus ist sie spritzig und beschleunigt trotz ihrer lediglich 48 PS ohne Tadel selbst aus niederer Drehzahl heraus, ihr Verbrauch ist gering, auch wenn ich mit 3,8 Litern auf 100 Kilometern bei meinen letzten Touren an der oberen Grenze des Normalverbrauches unterwegs war, in der Stadt rollt sie genügsam im Drive Modus dahin, wobei die Doppelkupplung entpanntes Fahren ohne ständiges Ein- und Auskuppeln mit auf Dauer entsprechend verkrampftem linken Unterarm ermöglicht – von meinen bislang gefahrenen Motorrädern ist sie sicherlich das unkomplizierteste und verlässlichste Bike. Sie macht einfach großen Spaß!