19. Januar 2014: Erste Ausfahrt im Neuen Jahr

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Für heute verhieß der Wetterdienst Sonnenschein und eine Temperatur von bis zu 12 Grad, beste Voraussetzungen also, die NC zum ersten Mal im Neuen Jahr auszuführen. Es ergab sich ein Zeitfenster am Vormittag, das ich gerne nutzen und einige Utensilien, die ich letzte Woche bei Louis erstanden hatte, wie z.B. neue Held Handschuhe und eine Nackenkrause, ausprobieren wollte. Wie bereits im Dezember, sprang die NC beim ersten Druck auf den Anlasser an und blubberte danach fröhlich vor sich hin. Zuerst hieß es den Tank in der Felberstraße aufzufüllen, danach ging es über Linzer und Amundsen Straße Richtung Exelberg. Die Straße war durchgehend feucht, die Sonne hatte noch nicht genug Kraft sie zu trocknen. Die Fahrt erwies sich nicht als ungefährlich, denn als ich aus einer Kurve vor der Sophienalpe dezent herausbeschleunigen wollte, begann das NC Hinterteil zu tanzen und wollte mich rechts außen überholen. Mit einer schnellen Gegenbewegung war sie wieder unter Kontrolle, aber Obacht war angesagt. Beim Dopplerhaus zeigte sich, dass das Tullnerfeld unter einer geschlossenen Nebeldecke lag. Ich hatte vorgehabt, über Tulln und die Autobahn zurück nach Wien zu fahren, aber als ich weiter Richtung Königstetten fuhr und der feuchte Nebel mich einhüllte, plante ich um, und beschloss über der Tulbinger Kogel zurückzufahren. Die Temperatur war fühlbar gesunken, und die Luftfeuchtigkeit war so hoch geworden, dass ich wie bei Dauerregen ständig das Helmvisier abwischen musste. An der Abzweigung in Katzelsdorf Richtung Tulbinger Kogel hielt ich an, um ein Fahrzeug passieren zu lassen. Bei Anfahren rutschte mir das Hinterrad auf einer schmierigen Stelle auf dem Asphalt nach rechts weg, und im nächsten Augenblick lag ich unter meiner 250 Kilogramm schweren NC. Jetzt war erstmal Losstrampeln angesagt, und als ich mich unter meiner NC hervorgequält hatte, gelang es mir das Motorrad ohne größere Probleme aufzurichten. Dem regelmäßigen Kieser Training sei Dank! Eine Frau lief aufgeregt auf mich zu und fragte ganz besorgt, ob mir etwas passiert sein, aber ich konnte beruhigt abwinken. Eine schnelle Inspektion ergab, dass der linke Fußraster abgebrochen war, sowie kleinere Kratzer am linken Koffer und am Kühler zu beklagen waren, ansonsten war alles in Ordnung. Also den linken Fuß auf die Halterung des Fußrasters stellen und weiter Richtung Tulbinger Kogel rollen lautete die Devise. Der Rest der Runde verlief ereignislos. Gegen 12:45 Uhr war ich wieder zu Hause. Beim Einpacken der NC fiel mir auf, dass der Sporn des Seitenständers etwas nach hinten gebogen war. Da kamen Reminiszenzen an den Parkplatz beim Ardvreck Castle in Schottland vom letzten Juli auf, als mir ein netter Zeitgenosse die gemietete NC beim Ausparken über den Haufen gefahren und dann Fahrerflucht begangen hatte. Da hatte der Sporn ähnlich ausgesehen.

Also, demnächst steht ein Besuch beim Händler an, um einen neuen Fußraster zu besorgen. Hoffen wir, dass es der einzige Ausrutscher in diesem Jahr sein wird!

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