Seiber – Jauerling – Ostrong Tour am 29. Juni 2013

CaptureDiese Tour hatte ich schon vor einiger Zeit ausgearbeitet und wollte sie endlich einmal fahren. Also stellte ich sie beim Groops Motorradfahrer-Treff als Erkundungstour ein, bei der ich die Strecke, Stops und Dauer ausloten wollte. Gabi und Kurt meldeten sich an, wobei Gabi sehr kurzfristig wieder absprang. Ich fuhr gegen 12:30 auf der Autobahn nach Krems-Stein, tankte bei der Shell Tankstelle und wartete auf Kurt, der auch pünktlich ankam. Das Wetter war bestens für Ausfahrten geeignet, es war trocken und nicht zu heiß (so gegen 22 Grad), etwas bewölkt mit sonnigen Phasen zwischendurch – kurzum, alles passte. Wir legten los und fuhren die geplante Tour zügig ab. Die Strecke über den Seiber (laut Karte) bzw. Seiberer (laut Wegweiser) war ziemlich abenteuerlich. Eine unauffällige Abzweigung in Maigen mit einem versteckt stehenden und verwitterten Wegweiser machte den Anfang. Weiter ging es mit aufgebrochenem Asphalt, massenhaft Schlaglöchern und Schotter in engen Kurven bei hohem Grasbewuchs links und rechts der Fahrbahn. Nun gut, was solls. Die NC und Kurts Varadero machten sich nichts daraus, und wir kamen recht schnell nach Weißenkirchen. Der Blick ins Donautal, der uns im Laufe des Nachmittags immer wieder herrliche Aussichten eröffnete, war wunderschön!

Mein Navi lotste mich zur Abzweigung nach Gut am Steg Richtung Jauerling. Die Kurven den Jauerling hinauf und der anschließende weite Blick ins Alpenvorland waren herrlich! Die Beschneiungsanlage der Schipiste in der Nähe des Senders kam für mich etwas überraschend, denn mit diesen dünnen Aluminiumstangen auf einer grünen Waldwiese im Nirgendwo hatte ich nicht gerechnet. Über Maria Laach und Artstetten fuhren wir nach Maria Taferl. Beim Einparken versuchte ich den Seitenständer auszufahren, was bei der Abschüssigkeit des Bodens nicht klappte. Also versuchte ich die NC auf den Hauptständer zu stellen, war aber mit dem Hinterrad bereits an der Bordsteinkante und konnte sie nicht aufbocken. Dabei verschob sich der Schwerpunkt und langsam aber bestimmt legte sich die NC beleidigt zur Seite. Ein Wirt und Kurt eilten herbei, um sie mit mir wieder aufzurichten, wobei Kurt trocken bemerkte, dass seine Mitfahrt wohl kein gutes Omen wäre, da mir bei unserer ersten gemeinsamen Ausfahrt im März 2012 das Gleiche mit der Trophy bei der Rosenburg passiert war. Bis auf zwei kleine Kratzer am Plastik des rechten Seitenkoffers war nichts passiert. Es werden sicher nicht die einzigen bleiben… Nach diesem kleinen Zwischenfall machten wir eine Kaffeepause und genossen ausgezeichneten Kuchen bei Kurts unterhaltsamen Erzählungen über seine Afrikaquerung von Namibia nach Kenia und den Trip nach Anatolien. In der Kirche fand gerade eine Hochzeit statt, bei der ein guter Chor richtig Stimmung machte; es haben sich aber nur die Kinder getraut zu tanzen… Die Devotionalienstände und die Namenshäferl, an die ich mich noch aus meiner Kindheit erinnern konnte, waren noch immer da, allerdings machten die Händler an diesem Nachmittag offensichtlich kein Geschäft.

Maria Taferl 1 Maria Taferl 2 Maria Taferl 3

Über Marbach und diverse Klein- und wirklich abenteuerliche Kleinstnebenstraßen (dem Navi sei Dank) erreichten wir Roggenreith und die Whiskybrennerei. Ich wäre ganz gerne kurz in den Laden gegangen, aber Kurt wollte lieber weiterfahren, was auch kein Problem war, da ich demnächst die Royal Lochnagar Distillery in Easter Balmoral besuchen werde. Wir fuhren also sofort weiter nach Weißenkirchen. Dort trennten wir uns. Kurt machte sich auf den Weg nach Hause, und ich nahm die Strecke nach Weinzierl am Walde unter die Räder und fuhr über Reichau nach Senftenberg. Dort rief ich Dieter an, der aber das Wochenende über bei einem Freund im Burgenland verbrachte. Ich beschloss über die S5 und die A22 nach Hause zu fahren. An der ÖMV Tankstelle bei Stockerau tankte ich nochmals. Als ich den Helm abnahm, war ich urplötzlich von einer Wolke Gelsen umgeben, die sich mit Genuss auf mich stürzten. In der kurzen Zeit des Tankens bekam ich etliche Stiche an Stirn und Händen ab, die  anschließend unter dem Helm und den Handschuhen ziemlich unangenehm juckten. Meinen Kommentar dazu quittierte der Kassier trocken mit: „Hier ist Au und es war Hochwasser.“ Eine kurze Kalkulation ergab, dass meine NC bei dieser Fahrt sage-und-schreibe nur 2.98 l/100 km verbrauchte! Ich rechnete zweimal nach, da ich es kaum glauben konnte… Ankunft zu Hause war gegen 19:15. Die Erkundungstour hat viel Spaß gemacht! Mein Dank an Kurt für die nette Begleitung!

Höhenprofil Seiber Jauerling Ostrong Tour 29-06-13

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s