Erkundungstour am 8. Juni 2013: Dunkelsteiner Wald – Waldviertel

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Am Samstag den 8. Juni unternahm ich eine Erkundungstour durch den Dunkelsteiner Wald und das Waldviertel, um einerseits eine neue Route für die Gruppe zu testen und andererseits mich auf die single track roads meiner Schottlandreise im Juli vorzubereiten. Güterwege gibt es ja im Oberen Waldviertel genügend – Testgelände war entsprechend vorhanden. Beate schickte mich auch mit der Maßgabe los, den Kopf nach der UNESCO Absage vom Vortag freizubekommen. Um 10:30 gings los. Ich baute mein neues Navi, ein Navgear Tourmate SLX 350, ein und fuhr los. Die Linzer Straße war gesperrt und die Umleitung über die Hütteldorfer Straße hoffnungslos verstopft, sodaß ich mir erlaubte, links an der Schlange vorbeizufahren – etwas was ich sonst absolut nicht mache. Über den Riederberg und Siegshartskirchen fuhr ich Richtung Göttweig. Die Strecke ist nicht sehr ansprechend, und ich werde in Zukunft versuchen sie zu vermeiden. Mein Navi leitete mich des öftern über abstruse Nebenstraßen, obwohl ich ohne weiteres die Hauptstraße entlangfahren hätte können, aber das stellte kein Problem dar. Erfreut war ich über die Sprachausgabe, die mir die Bluetoothlautsprecher samt Bedienelement am und im Helm ersparten. Allerdings war die Information bei höherer Geschwindigkeit nicht mehr verständlich, aber immerhin machte sie mich auf eine bevorstehende Abzweigung aufmerksam, was im Großen und Ganzen recht hilfreich war. Da die Information sich aber immer auf die Mitte einer Kreuzung bezieht, war ich einige Male zu spät daran abzubiegen, aber auch da war es einfach umzukehren.

Gegen 12:10 Uhr kam ich in Stift Göttweig an. Der Blick zur Wachau und Richtung Waldviertel ist schon beeindruckend, ebenso wie die hohen Mauern des Stifts. Ohne abzusteigen fuhr ich weiter und erkundete den Dunkelsteiner Wald zum ersten Mal. Ich war sehr angetan von der Landschaft. Die Route führte über Maria Langegg und diverse Dörfer und Nebenstraßen nach Aggsbach Dorf und an der Kartause vorbei. Die Zufahrten nach Aggsbach, Melk und Emmersdorf waren wegen des Hochwassers noch gesperrt, aber von der Donaubrücke bei Melk konnte man auf den völlig verschlammten Uferbereich in Emmersdorf blicken. Es war doch sehr bedrückend, die vielen Schäden zu sehen. Von der Brücke aus wurde ich sofort über die normalerweise gesperrte Nebenstraße am Bahnhof vorbei geführt und danach setzte ich die Tour Richtung Pöggstall, Martinsberg und den Bärenkopf fort, wo mich ein heftiger Regenschauer erwischte. Die Einsamkeit und der rauhe Charme des Waldviertels waren wunderschön, es gab kaum Verkehr, und die Kurven waren einfach nur herrlich. In Arbesbach bog ich nach Liebenau ab und war erstaunt, plötzlich die Grenzsteine von NÖ und OÖ zu sehen. Da fiel mir wieder ein, dass Liebenau ja in OÖ liegt – ja, manches vergisst man im Laufe der Zeit! Über die Güterwege Schanz und den Bruderndorferweg auf gerademal drei Meter breiten Straßen gings weiter an einsamen Gehöften vorbei; ich verpasste wegen verspäteter Naviansagen mehrmals Abzweigungen, aber kam dennoch gut in Karlstift an. Dann ritt mich der Esel, und ich fuhr beim Stierhübelteich auf den Forstweg nach Reichenau. Ich hatte nicht bedacht, dass es auch im Waldviertel geregnet haben könnte…  Die Spur war matschig und rutschig, was mich einmal in echte Sturzgefahr brachte, da ich mit meinen neuen Straßenreifen zu schnell für den Untergrund unterwegs war. Also rasch langsamer gemacht und tief durchgeatmet, als endlich wieder das Asphaltband auftauchte. In Reichenau besuchte ich meinen alten Schulfreund und Sitznachbarn Martin Artner und sah mir seine beeindruckende Gärtnerei an. Toll was er in den letzten fast 30 Jahren aufgebaut hat! In Bad Grosspertholz traf ich gegen 15 Uhr ein, besuchte meine Eltern und aß eine Kleinigkeit zu Mittag, um mich für die Weiterfahrt zu stärken. Danach ging es über Ehrendorf (tanken) nach Kirchberg am Walde, Stift Zwettl, Rastenberg, Lichtenau im Waldviertel und die Seeber Kurven ins Kremstal. Die Verbindungsstraße vom Kremser Hafen bis knapp vor die Anschlusstelle der S5 war nur einspurig befahrbar und in ihrer gesamten Länge mit Sandsäcken befestigt worden, um eine Überflutung zu verhindern. Über Tulln und den Exelberg mit kleiner Pause bei der Dopplerhütte erreichte ich schließlich gegen 19:30 meine Wohnung.

​Fazit: Ich werde die Route in Kürze bei Groops einstellen, jedoch bietet sie sich aufgrund der Länge (Wien – Wien: 400 km) und der Straßenverhältnisse nur für ausdauernde Fahrer und kleine Gruppen bis max. 5 Biker an. Die Landschaft ist wunderschön, und wem es nichts ausmacht am Stück auch mal zwei, drei Stunden ohne Pause unterwegs zu sein, der wird begeistert sein. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug aufgrund der Straßenverhältnisse lediglich 51 km/h, was eine reine Fahrzeit von 8 Stunden ergab.​ Jedoch möchte ich die Tour über Albrechtsberg an der Großen Krems und Maigen über den Seiber nach Weissenkirchen fahren, da ich schon zu oft die Kremstalkurven abgeklappert bin.

Die Stationen der Tour sind dann:

Treffpunkt Stift Göttweig, danach über Maria Langegg nach Melk, Eitental, Pöggstall, Martinsberg, Bärenkopf, Arbesbach, Liebenau (ein Abstecher nach OÖ), Güterwege nach Karlstift, Bad Grosspertholz, über Harmannschlag und Roßbruck nach Weitra, Großschönau, Jagenbach, Stift Zwettl, Rastenberg, Lichtenau im Waldviertel, Albrechtsberg, Maigen und über den Seiber nach Weissenkirchen in der Wachau. Danach die Donau entlang nach Stein. Rückfahrt nach Wien über Tulln und den Exelberg.

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